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Klimaanlage berechnen: Kostenvoranschlag per E-Mail in 2 Minuten

Wo soll gekühlt werden?

Davon hängt ab, wie viel Wärme Menschen und Geräte im Raum erzeugen.

Ratgeber

Kühlleistung berechnen: Wie viel kW braucht Ihre Klimaanlage?

Die Kühlleistung richtet sich nach der Wärme, die in einen Raum hineinkommt: durch Wände, Dach und Fenster von außen, dazu von Menschen und Geräten im Raum. Der Rechner oben schätzt diese Kühllast je Raum nach dem Überschlagsverfahren der VDI 2078 und wählt daraus die passende Gerätegröße. Das genaue Aufmaß ersetzt er nicht, aber er zeigt Ihnen, in welcher Größenordnung Ihre Anlage liegt.

So rechnet der Rechner

Grundlage ist die Fläche mal einer spezifischen Kühllast: 70 W/m² für Wohnräume, 60 W/m² für Schlaf- und Kinderzimmer, 75 W/m² für Arbeitszimmer. Diesen Wert passen fünf Faktoren an:

EinflussFaktor
Sonne (Nordseite bis Süd-/Dachlage)0,90 bis 1,30
Fensterfläche (klein bis bodentief)0,95 bis 1,30
Dämmung nach Baujahr (ab 2016 bis Altbau)0,85 bis 1,15
Raumhöhe über 2,6 m (bei Altbau vor 1950 angenommen)1,15

Dazu kommt die innere Wärme: 120 W je Person und eine Gerätelast je Quadratmeter, die in Wohnräumen bei 5 W/m² liegt, im Arbeitszimmer bei 25 W/m² und in der Küche bei 30 W/m². Das Ergebnis wird auf volle 100 W aufgerundet und der nächsten Gerätegröße zugeordnet: 2,0, 2,5, 3,5, 5,0, 7,1 kW.

Ein Beispiel

Ein Wohnzimmer mit 25 m² in einer Wohnung mit Baujahr 1978 bis 2001, Ost- oder Westlage und normalen Fenstern kommt auf 2,0 kW Kühllast. Dafür wählt der Rechner ein Innengerät mit 2,0 kW. Liegt derselbe Raum unter dem Dach nach Süden mit bodentiefen Fenstern, steigt der Bedarf deutlich; genau deshalb fragt der Rechner nach Sonne und Fenstern.

Wichtig ist die richtige Größe, nicht die größte: Eine zu große Anlage schaltet ständig ein und aus, entfeuchtet schlecht und verbraucht mehr Strom; eine zu kleine läuft an heißen Tagen am Limit.

Single-Split oder Multi-Split?

Ein Single-Split besteht aus einem Innengerät und einem Außengerät und ist die effiziente Lösung für einen Raum. Sollen mehrere Räume gekühlt werden, versorgt ein Multi-Split zwei bis fünf Innengeräte über ein gemeinsames Außengerät; das spart Platz an der Fassade und nur eine Stelle für Lärmschutz und Kondensat. Bei vier oder mehr Räumen legt der Rechner das Außengerät etwas kleiner aus als die Summe der Innengeräte, weil selten alle Räume gleichzeitig volle Leistung brauchen.

Mobile Monoblock-Geräte sind keine Alternative auf Dauer: Sie sind laut, ineffizient, und der Abluftschlauch lässt warme Luft wieder herein. Bei mehr als fünf Räumen, sehr hoher Kühllast oder gewerblicher Nutzung rechnet der Rechner ebenfalls, empfiehlt aber eine Begehung vor dem Angebot.

Was kostet eine Klimaanlage mit Einbau?

Ratgeber und Verbraucherportale (unter anderem ADAC und reduco) nennen für eine schlüsselfertig montierte Split-Klimaanlage diese Spannen:

Umfangübliche Spanne
1 Raum (Single-Split)1.800 bis 5.000 €
2 Räume3.500 bis 6.500 €
3 Räume5.000 bis 8.000 €
4 bis 5 Räume7.000 bis 12.000 €

Wo Ihr Projekt in der Spanne liegt, entscheiden vor allem die Zahl und Größe der Innengeräte, die Länge der Kältemittelleitung, der Aufstellort des Außengeräts und die Zahl der Wanddurchbrüche. Unser Kostenvoranschlag rechnet mit marktüblichen Preisen am oberen Rand dieser Spannen. Er ist unverbindlich; das verbindliche Angebot folgt nach dem Gespräch oder Termin vor Ort.

Montage: Aufstellort und Leitungsweg

Das Außengerät steht an der Hauswand, auf dem Balkon, auf dem Flachdach oder im Garten. Je kürzer der Weg zwischen Innen- und Außengerät, desto einfacher die Montage: Durch die Wand geführt reichen oft wenige Meter Leitung; muss sie über mehrere Räume oder Stockwerke laufen, steigt der Aufwand für Leitung, Kabelkanal und Kondensatablauf. Der Rechner fragt deshalb nach Aufstellort und Leitungsweg und rechnet beides in den Kostenvoranschlag ein.

Kernbohrung, Kältemittelleitung, Vakuumieren und Befüllen übernimmt ein F-Gas-zertifizierter Kältefachbetrieb, Stromkreis und Absicherung der Elektrofachbetrieb. Die Ausführung erfolgt durch qualifizierte Meister- und Fachbetriebe aus der Region; MALO7 plant und koordiniert. In der Eigentumswohnung braucht die Außeneinheit einen Beschluss der Eigentümergemeinschaft, in der Mietwohnung die Zustimmung des Vermieters.

Lautstärke und Nachbarn

Gute Inverter-Innengeräte arbeiten im Flüsterbetrieb mit rund 20 dB(A). Für die Nachbarn zählt die Außeneinheit: Nachts gelten nach TA Lärm am nächsten fremden Fenster 35 dB(A) im reinen und 40 dB(A) im allgemeinen Wohngebiet. Mit dem richtigen Aufstellort, ausreichend Abstand und Schwingungsdämpfern ist das in aller Regel einzuhalten. Wir prüfen es vor der Montage, nicht danach.

Heizen mit der Klimaanlage

Moderne Split-Klimaanlagen sind Luft-Luft-Wärmepumpen: Sie kühlen im Sommer und heizen in der Übergangszeit sehr effizient, oft günstiger als ein elektrischer Heizlüfter oder Radiator. Als alleinige Hauptheizung eines Hauses empfehlen wir sie in der Regel nicht; dafür ist eine Luft-Wasser- oder Sole-Wärmepumpe die bessere Wahl.

Gibt es eine Förderung?

Eine gewöhnliche Klimaanlage, die vorrangig kühlt, ist keine förderfähige Maßnahme der Bundesförderung für effiziente Gebäude und wird nicht bezuschusst. Anders die heizfähige Split-Anlage: Heizt sie hauptsächlich, erfüllt die technischen Mindestanforderungen und gilt als förderfähige Luft-Luft-Wärmepumpe, kann sie über die KfW-Heizungsförderung 458 mit 30 % Grundförderung bezuschusst werden; mit Boni ist mehr möglich. Ohne Zuschuss bleibt der Steuerbonus für die Arbeitskosten: 20 %, höchstens 1.200 € pro Jahr (§ 35a EStG).

Ob für Ihr Vorhaben ein Programm passt, zeigt der Förder-Check.

Häufige Fragen zur Klimaanlage

Wie viel kW brauche ich für einen Raum?

Das hängt von Fläche, Nutzung, Sonne, Fenstern und Dämmung ab. Ein 25 m² großes Wohnzimmer in einer Wohnung mit Baujahr 1978 bis 2001, mittlerer Sonne und normalen Fenstern kommt im Überschlag auf 2,0 kW Kühllast; dafür reicht ein Innengerät mit 2,0 kW. Der Rechner oben rechnet das für jeden Ihrer Räume.

Wie genau ist der Klima-Rechner?

Er rechnet einen Überschlag nach dem Verfahren der VDI 2078 aus Ihren Angaben. Für die endgültige Auslegung prüfen wir Raum, Fensterflächen, Aufstellort und Leitungsweg bei einem Termin vor Ort oder am Telefon. Der Kostenvoranschlag ist deshalb unverbindlich.

Was kostet eine Klimaanlage mit Einbau?

Ratgeber nennen für einen Raum mit Single-Split 1.800 bis 5.000 €, für zwei Räume 3.500 bis 6.500 €, für drei Räume 5.000 bis 8.000 € und für vier bis fünf Räume 7.000 bis 12.000 €, jeweils schlüsselfertig. Unser Kostenvoranschlag rechnet mit marktüblichen Preisen am oberen Rand dieser Spannen.

Kann eine Klimaanlage auch heizen?

Ja. Moderne Split-Klimaanlagen sind Luft-Luft-Wärmepumpen und heizen in der Übergangszeit sehr effizient, oft günstiger als ein elektrischer Heizlüfter oder Radiator. Als alleinige Hauptheizung eines Hauses empfehlen wir sie in der Regel nicht; dafür ist eine Luft-Wasser- oder Sole-Wärmepumpe die bessere Wahl.

Wird eine Klimaanlage gefördert?

Eine gewöhnliche Klimaanlage, die vorrangig kühlt, wird nicht bezuschusst. Anders die heizfähige Split-Anlage: Heizt sie hauptsächlich, erfüllt die technischen Mindestanforderungen und gilt als förderfähige Luft-Luft-Wärmepumpe, kann sie über die KfW-Heizungsförderung 458 mit 30 % Grundförderung bezuschusst werden; mit Boni ist mehr möglich. Ohne Zuschuss bleibt der Steuerbonus für die Arbeitskosten: 20 %, höchstens 1.200 € pro Jahr (§ 35a EStG).

Brauche ich für die Außeneinheit eine Genehmigung?

Für ein Einfamilienhaus ist die Außeneinheit meist verfahrensfrei, Abstandsflächen, Bebauungsplan und Lärmschutz gelten trotzdem. In der Eigentumswohnung ist sie eine bauliche Veränderung, die einen Beschluss der Eigentümergemeinschaft braucht (§ 20 WEG); in der Mietwohnung die Zustimmung des Vermieters. Bei Denkmalschutz wird die Denkmalschutzbehörde beteiligt.

Wie laut ist eine Klimaanlage?

Gute Inverter-Innengeräte arbeiten im Flüsterbetrieb mit rund 20 dB(A). Entscheidend für die Nachbarn ist die Außeneinheit: Nachts gelten nach TA Lärm am nächsten Fenster 35 dB(A) im reinen und 40 dB(A) im allgemeinen Wohngebiet. Mit dem richtigen Aufstellort, Abstand und Schwingungsdämpfern ist das in aller Regel einzuhalten. Wir prüfen es vor der Montage.